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Eigentlich war ich ja auf dem Weg nach Süd-Frankreich.
Aber mein Weg führte mich durch das Piemont und
dort entdeckte ich meine Leidenschaft für die kleinen,
unbefestigten Militärsträßchen.
Hinter dem Col Iseran traf ich Thomas, einem Friedrichshafener, der auf seiner Paris-Dakar extra die groben Stollen aufgezogen hatte. Zusammen sind wir zum Fort ?? (weiß immer noch nicht den Namen) am Mont Cenis und anschließ den Monte Jafferau hoch. Völlig unbedarft auf lockerem Untergrund, mit den 250 kg der GS und dem ganzen Gepäck hatte ich ganz schön zu rackern, aber es sollte noch besser kommen ... |
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Der Weg führte mich weiter (auf Asphalt) über den Colle dell'Agnello Richtung Süden. |
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Leider war der Weg über den Colle di Mulo und Maira-Stura im Nebel, aber auch die Täler beeindrucken durch ihre atemberaubende Schönheit. |
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Absolutes Highlight war allerdings die Südrampe des Colle di Tenda. Während der Fernverkehr sich einige hundert Meter tiefer durch die Tunnelröhre zwängt, finden den Weg hier hoch nur noch zwei weitere Motorradfahrer. |
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Auf der Paßhöhe beginnt dann die Ligurische Grenzkammstraße. Auf über 70 km zieht sie sich in über 2000 m Höhe entlang des Bergrates. Stundenlang arbeitet man sich voran, ohne irgendjemand zu begegnen. Die einzige Zivilisation, die man hier findet, sind Erdhörnchen und vielleicht auch mal ein Adler. Aber endlich mal keine MTBer. Jetzt bloß keinen Plattfuß ... |
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Fürs Nachtlager sollte man sich dann aber schon eine windgeschützte Ecke suchen. Hier oben kann der Wind schon ganz schön pfeifen. |
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Am Passo di Tanarello war ich ja überzeugt, daß ich den Weg verfehlt hatte, nachdem die Durchfahrt auf der Paßhöhe durch eine Leitplanke versperrt war. Meine 200000er Karte gab leider auch nicht mehr her. Aber ich denke mir: Wo eine Enduro ist, da ist auch ein Weg. Später erfuhr ich dann, daß der Tanarello Bestandteil der richtigen Ligurischen Grenzkammstraße, so wie im Denzel beschrieben, ist. Es gibt aber auch einen ebenen Weg außen herum. |
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Danach auf der französischen Seite wurde es richtig heftig. Die Steine und die Stufen wurden so grob, daß ich meine GS erstmals auf den Motorschutz aufsetzte. Ich hoffte nur, daß der Weg nicht unten versperrt ist und ich diese Brocken mit dem ganzen Gepäck wieder hoch muß. |
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